BPjM erweitert Prüfungskatalog für Spiele

Februar 12, 2008

golem.de berichtet, dass die BPjM stillschweigend einen neuen Kriterienkatalog für die Einstufung bzw. Indizierung von Videospielen veröffentlicht hat. Darin kommen lustige neue Kriterien wie „Unsittlichkeit“  hinzu.

Damit schreitet nicht nur die allgemein grassierende Verbots- und Zensurwelle weiter voran, sondern auch die weitere Verstaatlichung der Erziehung. Endlich müssen sich Eltern noch weniger für die Hobbies ihrer Kinder interessieren. Wie die BPjM überhaupt alle Spieleneuerscheinungen nach diesem komplexen und umfassenden System auch nur annähernd korrekt einstufen will ohne ganze Heerscharen professioneller Spieletester einzustellen ist mir schlicht schleierhaft.

Die Intention ist wohl eher dahingehend, die Testkriterien bewusst streng und schwammig zu halten, damit Publisher neue Spiele mit evtl. Indizierungsgefahr gar nicht erst für Deutschland abändern, sondern überhaupt nicht mehr hierzulande veröffentlichen, wie z.B. geschehen bei Gears of War, das sich ansonsten weltweit einer riesigen Beliebtheit erfreut und erstklassige Bewertungen erhalten hat.