Deutschland für Streubomben ?

Die Bundesregierung ist laut einem Bericht auf taz.de dafür mitverantwortlich, dass eine Konferenz im neuseeländischen Wellington zur Ächtung von Streubomben mehr oder weniger erfolglos zu Ende gegangen ist. Während die Parteien im deutschen Bundestag (mit der löblichen Ausnahme der FDP) jetzt endlich die Bedrohung durch Spielzeugpistolen gebannt haben, und sich deswegen auch gelangweilte Hinterhofstecher kürzere Messer kaufen, klauen oder basteln müssen, arbeitet man zur selben Zeit an der internationaler Front gegen die Ächtung von Streubomben.

Zur Erinnerung: diese Kriegswaffen setzen beim Abwurf eine Wolke aus hunderten kleiner Sprengkörper frei, mit denen z.B. ganze Dörfer inklusive Bewohner (bzw. „Aufständischer“, je nach Definition) bequem in einem Abwasch beseitigt werden können. Leider haben manche dieser Kleinsprengkörper die dumme Angewohnheit zu Zündversagern. Diese können noch Jahre später von (neuen) Bewohnern und deren spielenden Kindern durch einen blöden Zufall ausgelöst werden (ähnlich den allseits beliebten Landminen), was meistens zu schwersten Verstümmelungen und weiteren Toten führt.

Hier gibt es ein sehenswertes Video der NATO von einem Streubombeneinsatz im Kosovo-Krieg.

Begründet wird dies damit, dass man ja (ja, auch in Deutschland) ganz tolle neue Modelle entwickelt habe, die sich elektronisch nach einer gewissen Zeitspanne selbst zerstören. Hmmm, „die meisten zumindest“ möchte man gerne anfügen. 100% „Funktionszuverlässigkeit“ gibt es NIRGENDS. Wieso gerade bei Streubomben?

Wo sind denn da all die grünen und roten Weltverbesserer plötzlich abgeblieben ? Ach ja, ganz vergessen, mit Spielzeug beschäftigt! Wer mir das erklären kann sei herzlich eingeladen dies zu tun.

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