Christa Stewens (CSU) fordert Internetfilter

http://www.heise.de/newsticker/meldung/103249

Und schon wieder die alte Leier, es ist wirklich unglaublich mit welcher Vehemenz anhand fadenscheiniger Pseudo-Begründungen die Informationsfreiheit im Internet bekämpft wird. Familienministerin Stewens könnte sich diesbezüglich ein paar „Internetberater“ aus China einfliegen lassen, die haben da angeblich viele Experten auf dem Gebiet.

Und „natürlich“ muss man die Provider in die Pflicht nehmen. Jetzt weiß ich endlich, warum in den Shops der Firma mit dem Magenta-Buchstaben auch immer so viele 12-16 Jährige rumhängen: die beantragen alle einen DSL-Anschluß! Fakt ist, dass nur Volljährige (d.h. meist die Eltern) überhaupt einen entsprechenden Vertrag abschließen können. Wenn die dann nicht in der Lage sind den Internetkonsum ihres eigenen Kindes in geregelte Bahnen zu lenken sind natürlich die Provider schuld.

Ganz großes Kino ist auch der Verweis auf die unkontrollierbaren Seiten im Ausland. Was schwebt denn unserer lieben Familienministerin vor? Ein „Deutschlandnetz“, betreut vom Familienministerium ? Vielleicht haben ja die chinesischen Berater da ein paar Tips?

My Take: Hier sollen die Voraussetzungen für eine umfassende nationale Kontrolle der Internetzugänge geschaffen werden. Alles andere ist eine Nebelkerzendiskussion.

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